0602 Karlsruhe Grüngürtel
Stadtplanung im Rahmen der Bahnhofsumgestaltung in Karlsruhe.

Stadtplanung im Rahmen der Bahnhofsumgestaltung in Karlsruhe.

Turm für das Fest aus 2000 Getränkekästen

Der temporäre Pavillon wurde für das Fest 2006 in Karlsruhe errichtet und bildete den Kern der Karlsberg Arena. Durch seine auffällige Form war er ein Publikumsmagnet, was bei Nacht durch eine pulsierende Innenbeleuchtung und Nebel verstärkt wurde.




Auf 30 Quadratmetern Grundfläche vereinte der 11 Meter hohe Zylinder Chillout Lounge und Verkaufsfläche für Karlsberg Getränke. Eine aufgespannte Plane bildete den oberen Abschluss. Hülle und Einrichtung bestanden aus insgesamt 2000 handelsüblichen Getränkekisten die mit Gewindestangen versetzt miteinander verbunden waren.



Um dieses Projekt im öffentlichen Raum zu realisieren waren auch statische Berechnungen erforderlich, insbesondere mussten die Kunststoffkästen auf ihre Biege und Zugfestigkeit sowohl einzeln als auch im Verbund geprüft werden.



Das Budget war klein, die Zeit war kurz und alle verfügbaren Labore waren geschlossen, also schritten wir selbst zur Tat. Mit improvisierten Versuchsaufbauten ermittelten wir alle notwendigen Daten um später mit der Finite Elemente Methode die statischen Berechnungen anstellen zu können.


Erdanker waren aufgrund der Bodenbeschaffenheit nicht möglich, daher wurden gegen das Abheben bei Windlast die unteren Kistenreihen mit Knochensteinen beschwert. Zur Stabilisierung des oberen Abschlusses wurde ein Ring aus Baudielen direkt vor Ort eingepasst und mit Drahtseilen ausgesteift.

Aus dem Bedürfnis nach einem mobilen und kompakten Arbeitsplatz entstand dieser etwas andere Sekretär. Neben zwei ergonomisch optimierten Arbeitshöhen bietet er Raum für Ordner, Drucker, Ladegeräte und Kabel. Es finden aber auch Projektmappen bis zum Format A3 in ihm Platz.
Entwicklung und Design für INMOKO
BARAL ist ein einzigartiges und nachhaltiges Getränkedepot und Leuchttisch, das aus einer gebrauchten Öltonne gefertigt wird. Dieses aussergewöhnliche Möbelstück vereint Vintage-Charme mit modernem Design und bietet eine effektvolle Präsentation für Cocktails, Getränke und Snacks.


Dank seiner innovativen Beleuchtung wird BARAL zu einem echten Hingucker in jeder Bar, Lounge oder auf Events. Das nachhaltige Design aus recycelten Materialien bringt nicht nur eine umweltfreundliche Note mit sich, sondern sorgt auch für eine einzigartige Atmosphäre.
Ob für private Feiern, Gastronomie oder als dekorativer Thekenbereich – BARAL sorgt für das gewisse Extra in jeder Einrichtung. Es setzt Getränke perfekt in Szene und schafft eine unvergessliche Atmosphäre.

Das Projekt Viaduto da Conceição wurde für obdachlose Papeleiros (Papiersammler) in Porto Alegre entwickelt. Der Standort befindet sich unter dem Viaduto da Conceição, einer stark befahrenen Schnellstrassenbrücke im Stadtzentrum. Dauerhafter Verkehrslärm, fehlende soziale Kontrolle sowie Drogenkonsum und Kriminalität führten über Jahre zu einer geringen Akzeptanz und Nutzung dieses urbanen Zwischenraums.

Der Entwurf setzt auf eine architektonische und soziale Aktivierung des öffentlichen Raums unter der Infrastruktur. Zwischen den Trägern des Viadukts wird ein gespanntes Netzgewebe installiert, das als Schutz vor herabfallenden Gegenständen dient. Mit der Zeit wird dieses Netz von Pflanzen überwachsen und bildet eine dichte, vertikale Grünstruktur, die Lärm reduziert und die Atmosphäre des Ortes verbessert.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts sind 30 modulare Wohneinheiten, die dauerhaft bewohnt werden. Durch diese kontinuierliche Präsenz entsteht soziale Kontrolle, wodurch die Sicherheit und Nutzbarkeit des öffentlichen Raums deutlich erhöht wird.

Ein mobiler Küchencontainer fungiert als Kantine und Treffpunkt für die Bewohner und die Gemeinschaft der Papeleiros.
Im Zentrum der Anlage entsteht ein Mehrzweckraum direkt unter dem Viadukt. Dieser Raum verbindet Recycling, Produktion und Öffentlichkeit:

So entsteht ein sozialer und wirtschaftlicher Kreislauf, der Arbeit, Wohnen und Öffentlichkeit miteinander verbindet.

Das Projekt kombiniert Neubau, Szenografie und Umnutzung bestehender Infrastruktur. Ziel ist es, einen zuvor marginalisierten Stadtraum in einen lebendigen sozialen Ort zu transformieren, der ökologische, ökonomische und kulturelle Funktionen vereint.